Panta rhei, ein Ort der zum Nachdenken wo man ungewöhnliche Nachrichten findet, die an unserem überkommenen Weltbild rütteln. Es sollt ein Ausgangspunkt werden um den ewigen Fragen nach zu gehen: woher kommen wir, wohin gehen wir und, vorallem, wer sind wir eigentlich.
23/12/10 - Religion Anthropologie
Nochmals Weihnachten
Einmal mehr wird Weihnachten auf fast der ganzen Welt gefeiert. Aber was ist mit dem25. Dezember wirklich los? In der Bibel findet man kein Datum von Christi Geburt, das Einzige was erwähnt wird, ist dass sich zu der fraglichen Zeit Hirten mit ihren Herden auf dem Feld befanden (Lucas 2,8). Schön und gut, Bethlehem befindet sich auf 716 Meter über Meer und im Winter gibt es dort kein Freilandvieh. Falls die Geschichte mit den Hirten stimmen sollte, so wäre die einzig mögliche Zeit zwischen März und Oktober anzusetzen. Wenn man aber die Religionen kennt, die um staatliche Anerkennung im späteren Römischem Reich kämpften, so wird einem klar, warum es ausgerechnet der 25 Dezember sein musste. An diesem Tage nämlich feierte man den „Dies Natalis Solis Invicti“ ( Tag der unbesiegbaren Sonne). Das war das Fest der Wintersonnenwende und von diesem Datum an werden die Tage länger, es ist als ob nun der Sommer begänne und daher die (Wieder)-Geburt der Sonne.Verschiene Gottheiten teilten sich diesen Tag, darunter auch Elegbal und Mithra.
Auch ist der exakte Geburtsort unbekannt. Den einzigen Anhaltspunkt liefert uns Lukas (2,7): „Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ Nichts von einem Stalle oder einer Grotte, aber Mithra kam in einer Groote oder Stall auf die Welt, wo ihn auch Hirten anbeteten. Von Mithra wurden auch die Tiere übernommen, welche in der Bibel nicht erwähnt sind. Der Esel und der Ochs finden sich hingegen im Pseudo Matthäus, einem apokryphen Evangelium:
14,1 Am dritten Tage nach der Geburt unseres Herrn Jesus Christustrat die seligste Maria aus der Höhle, ging in einen Stall hinein und legte ihren Knaben in eine Krippe, und Ochs und Esel beteten ihn an. Da erfüllte sich, was durch den Propheten Jesaja verkündet ist, der sagt: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn“.
14,2 So beteten sogar die Tiere, Ochs und Esel, ihn ständig an, während sie ihn zwischen sich hatten. Da erfüllte sich, was durch den Propheten Habakuk verkündet ist, der sagt: „Zwischen zwei Tieren wirst du erkannt“. Joseph blieb am gleichen Ort mit Maria drei Tage.
Man erkennt ganz klar, auf welche Weise Legenden anderer Religionen vereinnahmt und überarbeitet wurden damit sie Prophezeiungen des Alten Testaments erfüllten.
Ein weiteres Detail ist die jungfräuliche Geburt. Es dürfte nicht überraschen, dass man sie auch bei Mithra, dessen Mutter die Jungfrau Anahita war, findet. Aber dies ist kein Einzelfall, die jungfräuliche Geburt ist in vielen antiken Religionen ein Zeichen der Göttlichkeit. Ausserdem handelt es sich in unserem Falle auch noch um einen Übersetzungsfehler. In Isaja 7,14 wird voraus gesagt, dass eine Jungfrau ein Kind gebären werde. Das hebräische Wort „almáh“, welches junge Frau bedeutet wurde fälschlicher Weise mit „parthenos“ = Jungfrau ins Griechische übersetzt.
Weitere Zweifel am Ganzen tauchen auch beim Geburtsjahr auf. Nach Matthäus wird Jesus vor dem Tode Herodes des Grossen geboren, da dieser ja die Magier aus dem Morgenlande empfängt, d.h. vor 4 vor Christos. Die zweite Quelle ist Lukas 2,2. Er bezieht sich auf den Zensus des Publius Sulpicius Quirinius, der von 6 nach Christus an Statthalter von Syrien war, und den Zensus im Jahre 7 nach Christus durchführen liess.
Es gäbe noch mehr Daten, die man ins Feld führen könnte, wie zum Beispiel die zwei Stammbäume Jesus, die sich so ziemlich widersprechen. Ausserdem ist das letzte Glied darin Joseph, der nun aber laut der Bibel gar nicht der Vater Jesus war; diese Rolle spielte der Heilige Geist.
Nun haben wir also auf Grund dieser und anderer Erfindungen (siehe meine Artikel über "Sankt Nikolaus" und die "Heiligen Drei Könige") das riesengrosse Konsumfest, nicht nur in den christlichen Ländern, sondern fast weltweit (Thailand, Indonesien, Japan und so manche „heidnische“ Nationen mehr).
¡Merry xmas!
(Im Reiche von Sankt Coca Cola wird das Latein durch das Englisch ersetzt.)
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TIch hatte eigentlich vor über Themen wie “Unsere Augen und wie wir die Welt sehen”, Die Missverständnisse in der Kunst“, „eine Gesellschaft die mehr nach rückwärts schaut als nach vorne“ … aber leider zwingt mich die Schlächterei in Gaza ein paar Linien dieser Angelegenheit zu widmen.....




