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04.05.2008 - Ökologie Politik
Klimawandel

Keine Nachrichten, keine Tageschau ohne dass der Klimawandel erwähnt würde. Alle sprechen über ihn und niemand sieht völlig klar. In diesem Moment ist er die "Number On" der politischen Korrektheit. Irgend eine Naturkatastrophe und schon haben wir den Schuldigen: ihn, irgend welche Preissteigerung oder Steuererhöhung, man muss halt gegen ihn kämpfen. Kein politisches Program oder Regierungserklärung ohne sich auf ihn zu beziehen. Das Ganze gleicht immer mehr einer Religion, einer Glaubensfrage und falls jemand zu Forschen beginnt oder Zweifel anmeldet, so wird er sogleich als Häretiker eingestuft. Aber wo ist dann die menschliche Fähigkeit des überlegens, des Denkens und des Forschen geblieben? Einfach weil Al Gore, Zapatero, Sarkozy, Brown, Merkel und Kompanie sagen es sei so, müssen wir es glauben und dabei auf den Gebrauch unserer grauen Materie verzichten?

Der Versuch einen kühlen Kopf bei dieser Propagandaflut zu bewahren fällt nicht leicht. Klar, es gibt viel Material darüber, aber wie in einem Puzzle besteht es aus zahllosen Fragmenten von denen jedes einzelne sich nur auf ein Teilgebiet bezieht. Was nun wirklich Not tut, ist eine Gesamtschau welche all die kleinen Beiträge mit einbezieht, was aber nicht so leicht ist, da viele widersprüchlich sind. Wir sollten dabei nicht vergessen, dass die Wahrheit aus vielen Wahrheiten besteht. Und dass der Monodogmatismus immer die Entwicklung und den freien Fortschritt der Menschheit behindert hat.

Nachdem diese Prämissen dargelegt sind, und auf ihnen aufbauend werde ich den einen oder andern Artikel über dieses Thema ins Netz stellen. Dabei werde ich beim rumstöbern versuchen unparteiisch zu sein und verschiedene Meinungen darüber zu Wort kommen zu lassen. Bleibt eine letzte Ungewissheit: Unter welcher Kategorie soll ich es stellen? Obwohl es ja in erster Linie ein ökologisches Thema ist, hat es doch sowohl politische wie ökonomische Komponenten, ja sogar lässt sich auf Grund des blinden Glaubens nicht ein religiöser Aspekt leugnen. Oder gibt es etwa nicht einen Kreuzzug gegen den Klimawandel?

Wo sollen wir nun anfangen? Vielleicht ist es das Beste sich zuerst mal zu fragen, wie kam man eigentlich zu den Daten, die die globale Erwärmung anzeigen. Wie wurde gemessen und inwieweit spiegeln sie die Realität wider. Es dürfte wohl einleuchten, dass es vor der Erfindung des Thermometers unmöglich war, die Lufttemperatur zu messen. Ja selbst danach erhielt man die Messungen auf verschiedenen Wegen. An einigen Orten wurde täglich gemessen, an andern in unregelmässigen Intervallen. Einige Stationen waren nach Norden ausgerichtet, andere schauten gen Süden. Die Messgeräte waren nicht geeicht und es fehlte ein internationaler Standard. So schreiben zum Beispiel PARKER David y HORTON Briony in ihrer Arbeit über das Register der Temperaturen Mittelenglands (CET), dem längsten der Welt, es beginnt 1659, folgendes: "Obwohl die monatlichen und täglichen Aufzeichnungen ab 1659 respektive 1772 beginnen, werten wir nur die Serien ab 1878 aus, da es ab diesem Datum gültige und vertrauenswürdige Information gibt, die für jeden Tag auf mindestens 3 Messstationen beruhen (Parker et al., 1992). Vor 1878 sind auf Grund des Gebrauchs von verschiedenen Geräten (wie z.B. Thermometer auf Glaisher Ständer, an Wänden die nach Norden schauten oder in nach Norden gerichteten ungeheizten Räumen), dem Zusammenfügen von Temperaturregister von vielen verschiedenen Beobachtern, das Benutzen eines einzigen Ortes zu irgendwelcher Zeit und, für den frühsten Teil der Serien, des Gebrauchs von Tagebüchern und anekdotischen Unterlagen, um die Temperaturmessungen zu untermauern, die Ungewissheiten viel grösser und schwieriger einzuschätzen.
http://hadobs.metoffice.com/hadcet/ParkerHorton_CET_IJOC_2005.pdf)

 

Aber dies ist nicht dass einzige Problem, wenn auch schon schwerwiegend genug. Man spricht von globaler Erwärmung, als ob die Messungen weltweit wären, was freilich falsch ist. Das Netz der meteorologischen Stationen ist nicht vollständig und ausserdem ändert es sich ständig. Seine Dicht nahm langsam zu, von 10% der Erdoberfläche auf 40% in den sechziger Jahren um in den letzten Jahren wieder auf 20% zu fallen. Diese Reduktion hat viel mit dem Zerfall des Ostblockes zu tun und betraf vor allem die nördlichen Stationen. Und genau dies ist der Zeitpunkt, die neunziger Jahre, des Temperaturanstiegs der den Politikern und Alarmisten so gelegen kommt. Man lässt die kältesten weg, nehme dann den Mittelwert, und, voilà: Schon haben wir die Erwärmung.

Die Stationen 1961 Die Stationen 1991

Quelle:http://climate.geog.udel.edu/~climate/html_pages/ghcn_T_stn.html

Ein weiterer Aspekt, den man im Auge haben sollte, ist die Lokalisation der Messstationen. Einige, die wenigsten, befinden sich noch in derselben ländlichen Gegend in der sie immer standen. Andere hingegen, die einst auf dem Lande waren, sind nun von auswuchernden Bebauungen umgeben. Wiederum andere wurden an neue Orte, meist Flughäfen, gebracht. Nun gut, Asphalt, Beton, Verkehr, Gebäude und Industrie führen zu einer Erhöhung der Temperatur. Man kann von städtischer Hitze oder städtischen Hitzeinseln sprechen. Ausserdem kommt noch hinzu, dass die meisten Wetterstationen sich nun vorwiegend in dicht besiedelten Gebieten befinden.

Die Anzahl der Stationen, ihre Lokalisation und die Messdaten

Quelle:http://www.uoguelph.ca/~rmckitri/research/intellicast.essay.pdf

Die Frage lautet: Wenn man schon Zweifel bei den Prämissen hat, wie kann man dann glaubwürdige Schlüsse daraus ziehen? Gab es nicht in den sechziger Jahren einen Alarm wegen einer kommenden neuen Eiszeit? ("Gewisse Anzeichen, wovon einige sowohl für den Laien als auch den Wissenschaftler sichtbar sind, deuten darauf hin, dass wir seit einiger Zeit dem Kommen einer Eiszeit beiwohnen ohne dass wir uns im klaren sind, was wir sehen … Wissenschaftler sagen voraus, dass es so grosse Schneefälle geben wird, wie sie Welt seit der letzten Eiszeit vor tausenden Jahren nicht mehr gesehen hat." - "Certain signs, some of them visible to the layman as well as the scientist, indicate that we have been watching an ice age approach for some time without realizing what we are seeing... Scientists predict that it will cause great snows which the world has not seen since the last ice age thousands of years ago." - Betty Friedan, "The coming Ice Age", Harper's Magazine, Sept, 1958) oder "Die schnelle Abkühlung der Erde seit dem 2. Weltkrieg stimmt auch mit der erhöhten Luftverschmutzung durch die Industrialisierung und dem explosiven Bevölkerungswachstum überein." - "The rapid cooling of the earth since World War II is also in accord with the increased air pollution associated with industrialization, and an exploding population." - Reid Bryson, "Environmental Roulette", 1971; "Global Ecology; Readings towards a rational strategy for Man", 1971.)

Zusammen fassend scheint es so, als ob zuerst die Idee war und man dann danach die Daten richtete. Und es ist überhaupt nicht leicht für einen Wissenschaftler gegen den Strom zu schwimmen, denn er braucht Geld um seine Projekte zu verwirklichen, und das gibt es nur für politisch korrekte, eben diejenigen die auf der Regierungslinie liegen.

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