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09.01.2007 - Biologie
Elysia Viridis - Ein autotrophes Tier

Imagen de Elysia Viridis

In der Schule lernten wir dass es Tiere und Pflanzen gäbe. Die ersten sind heterotroph während die zweiten als autotrophe sich ihre Nahrung selbst aus Sonnenlicht, Kohlendioxid und Wasser herstellen. Die Tiere sind dazu unfähig und müssen deshalb andere Lebewesen fressen um sich mit Nährstoffen zu versehen.

Nun fand man aber in der letzten Zeit immer mehr Hinweise dass das Leben doch vielfältiger ist und sich nicht nur in die 2 Teilgebiete Botanik und Zoologie schubladisieren lässt. Die Lehrmeinung, dass Tiere zur Photosynthese unfähig seien, wird durch ein paar unscheinbare Meerschnecken widerlegt. Die berühmteste unter ihnen dürfte zweifellos Elysia Viridis (Montagu, 1804) sein. Sie lebt im Nordatlantik und im Mittelmeer, wurde aber auch in China nachgewiesen. Ihre Grundnahrung sind Algen, vor allem Clodium. Das erstaunliche dabei ist nun aber, dass sie die für die Photosynthese der Algen verantwortlichen Chloroplasten nicht einfach verdaut, sondern dass diese im Magendarmtrakt der Schnecke fein säuberlich vom Rest der Nahrung getrennt und mittels kleinster Kanälchen unter die Haut platziert werden. Einmal am Bestimmungsort angelangt, fahren sie mit ihrer Arbeit fort, das heisst 6 CO2 und 12 H2O mit Hilfe des Sonnenlichtes in energiereiche Kohlenhydrate zu verwandeln. Auf diese Weise entziehen sich die Schnecken dem üblichen Nahrungskreislauf; wenn sie Hunger haben steigen sie einfach ins oberflächennahe Wasser auf und nehmen ein Sonnenbad um köstliche Zucker herzustellen.

Mehr Information

Zum Lesen

  • Gale, Grzimek’s Animal Life Encyclopedia Vol. 02 Protostomes (2003), pag. 409
  • Margulis et Sagan, Captando Genomas (2003), pag. 37

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