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13/08/07 - Gastronomie Ökonomie
Tee und Sommerhitze

Endlich steht mein neuer Rechner und die meisten Programme sind installiertt. Und all das bei sommerlicher Hitze, zum Glück etwas durch die Zephire der Berge, wo ich wohne, gemildert. Gleichwohl gelüstet es einem, den Körper mit eisgekühlten Getränken zu erfrischen, aber leider verabscheue ich das Gebräu des Imperiums (Coca Cola) und seine fanta-stischen Begleiter. Bier erhöht das Gewicht und Tee öffnet die Schweissporen noch um einiges mehr. Bleibt noch der Ice Tea als Alternative. Der Engländer Richard Blechynden wollte an der Weltausstellung von 1904 in Sankt Louis die Amerikaner von den Qualitäten des Schwarztees überzeugen, aber der Sommer jenes Jahres erwies sich als besonders hitzeträchtig und so stand niemand Schlange um eine Tasse heissen Tees zu probieren. Die Lösung brachten ein paar Eiswürfel. Viel später, im Jahre 1972, brachte Lipton zusammen mit Pepsi seinen „Iced Tea“ auf den Markt. Der Erfolg dieses abgefüllten Getränkes rief aber schnell die Konkurrenz auf den Plan, und so überrascht es nicht, dass Nestlé und die Coca-Cola Company seinerseits den Nestea präsentierten. So befinden wir uns also mitten in einer Schlacht zweier nur allzu bekannten Giganten, verdammt einfach Zuschauer und unschuldige Konsumenten zu sein. Oder etwa nicht?

Man könnte ja das Rezept des Richard Blechynden anwenden, aber es gibt Gründe, die dagegen sprechen. Im heissen Wasser lösen sich mehr Coffein und Farbpigmente als im kalten. Wenn sich nun der Tee abkühlt, so kristallisieren sich logischer Weise diese Stoffe aus der übersättigten Lösung aus, das Resultat wird trübe und bitter. Der handelsübliche Ice Tea enthält ausserdem viel Zucker und Zitronensäure (E 330) und genau die Kombination dieser zwei Zutaten kann die Karies erheblich beschleunigen, vor allem bei Kindern, die noch die Milchzähne haben. Zum Glück gibt es aber noch eine andere, elegante Lösung. Dank des guten Rates des Teeladens Té & Té von Sevilla geniesse ich nun eiskalten in zahllosen Varianten. Und dies ist das Geheimnis:

Man nehme einen Krug und fülle ihn mit einem Liter Wasser, das Zimmertemperatur hat (In meinem Fall ->Südspanien 25º bis 28º). Nun füge man 12 Gramm Teeblätter hinzu (oder mehr oder weniger, jedermann ist frei) und stelle das Ganze für acht bis zwölf Stunden in den Kühlschrank. Wenn es jemand süss möchte, so kann man Zucker rein tun, oder Honig, oder, was das Beste ist, etwas Fruchtsaft. Man kann sämtliche Teesorten auf diese Weise zubereiten, also Schwarztee, Pu Erh, grüner Tee, aromatisierter Tee, und sogar Kräutertee.

Bleibt mir nur noch einen erfrischenden Sommer zu wünschen.

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Eine Seite von Gerhard Illi, illiSoft Fantasy Dreams

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